Restless-legs

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Neurologische Praxis

Dr.med. Klaus Bartylla       

Unruhige Beine: Abends oder nachts habe ich unangenehme Mißempfindungen in den Beinen und kann sie nicht ruhig halten.


Eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen ist das Restless-legs-Syndrom (RLS). Die Patienten klagen im typischen Fall über unangenehme Mißempfindungen meist der Beine, welche sie in Ruhe quält. Sie möchten die Beine bewegen und laufen daher häufig umher. Unter Bewegung verschwinden die Mißempfindungen. Das Einschlafen bzw. der Nachtschlaf ist dann empfindlich gestört. Im Verlauf treten die Beschwerden häufig auch tagsüber in Ruhephasen auf z.B. bei Kino-, Theaterbesuchen, Bus- oder Flugreisen. Oft vergehen aber Jahre bis die Patienten erstmals einen Arzt aufsuchen. Das Krankheitsbild wurde bereits 1945 von dem schwedischen Neurologen Ekbom beschrieben, fand aber erst in den 80er Jahren zunehmend in Deutschland Beachtung, als sich auch herausstellte, dass es mit Parkinsonmedikamenten gut behandelbar ist und somit offensichtlich auf eine Transmitterstörung des Botenstoffes Dopamin beruhen muss. Betroffene Personen müssen aber nicht befürchten, auch an Parkinson zu erkranken.

In Deutschland sind nach Schätzungen 5-10% der Bevölkerung betroffen, aber nur etwa 2% sind so schwer erkrankt, dass eine medikamentöse Behandlung angezeigt ist. Die Erkrankung muss meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr erstmals behandelt werden, es können aber auch schon Kinder und Jugendliche erkrankt sein. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer, oft treten erste Beschwerden während einer Schwangerschaft auf.

Der Verdacht auf eine Restless-legs-Erkrankung lässt sich mit wenigen gezielten Fragen stellen. Bei entsprechendem Verdacht schließt sich ein Behandlungsversuch mit einer dopaminergen Medikation an. Erkrankte zeigen auf die Medikation typischerweise ein sehr gutes Ansprechen, welches in schweren Fällen oft wie eine "Neugeburt" beschrieben wird.

Die weitere Behandlung des RLS ist allerdings nicht ohne Fallstricke und sollte nach meiner Meinung dringend bei einem Neurologen erfolgen. Insbesondere drohen bei unkritischer Einnahme der Medikamente eine Augmentation mit schlechterem Ansprechen auf die Medikation und Zunahme der Beschwerden am Tage. Leichte Beschwerden müssen auch nicht regelhaft medikamentös behandelt werden. Kritisch zu sehen ist aber das Heilversprechen mit (für dieses Krankheitsbild) ungetesteten Methoden wie Akupunktur, pflanzlichen Präparaten und Homöiopathie. Alternative Heilverfahren habe ihren berechtigten Platz in der Medizin. Durch den überstrapazierten und unbegründeten Therapieversuch bringt man aber die Methoden an sich in Verruf. Insbesondere warne ich vor unsinniger Implantat-Akupunktur.

Eine wichtige behandelbare Ursache des RLS ist der Eisenmangel, welche allerdings nicht durch Bestimmung des Eisenspiegels sondern der Bestimmung des Ferritins zu sichern ist.

Aufgrund meiner mehrjährigen Schlaflaborerfahrung stellen RLS-Patienten einen Schwerpunkt meiner Praxis dar.


Wenn Sie ein Restless-legs-Syndrom haben, könne sie hier den Schweregrad einschätzen.

 

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